Klimastreik 23.09.22

Mitglieder der Gruppe "Ökologische Spiritualität" beim Klimastreik am 23. September 2022

Quelle: Eleonor McCormick

Mitglieder der Gruppe "Ökologische Spiritualität" beim Klimastreik am 23. September 2022

Quelle: Eleonor McCormick

  

Impressionen ÖRK 2022 in Karlsruhe

AG Ökologische Spiritualität im Stadtkloster
Seit 2010 feiern die christlichen Kirchen den 1. September als den Tag der Schöpfung. Dieses Jahr war dies zugleich der Beginn der Vollversammlung des ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) in Karlsruhe. Ca. 5000 Delegierte aus den 352 Mitgliedskirchen waren vom 1. bis zum 8. September zu Gast in Karlsruhe, unter ihnen auch Delegierte von greenfaith, einer globalen, interreligiösen Graswurzelbewegung für Klimagerechtigkeit, der auch die „Arbeitsgruppe ökologische Spiritualität“ angehört. 
Parallel fand in den Räumen des Stadtklosters in dieser Zeit die „casa comun“ statt, eine Initiative unterschiedlicher christlicher, befreiungstheologisch inspirierter Gruppierungen. 
 

Tag der Schöpfung am 01.09.2022

Den 1. September begehen die christlichen Kirchen weltweit als Tag der Schöpfung. Greenfaith, eine globale multireligiöse Bewegung für Klimagerechtigkeit, der der Arbeitskreis ökologische Spiritualität angehört, wird an diesem Tag im Rahmen mit verschiedenen Aktivitäten auf der Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen vertreten sein, an denen wir mitbeteiligt sein.
Tagesablauf:
13-17:00 Uhr: Informationsstand auf dem Friedrichsplatz als ein Ort des Gebetes, der Begegnung und der Aktion:
Gemeinsam mit internationalen und deutschen GreenFaith Akteur*innen möchten wir
  • die multireligiöse Arbeit für Klimagerechtigkeit vorstellen
  • Gespräche bei Snacks und kühlen Getränken führen
  •  eine “Klagemauer” für den Verlust von Schöpfung und Biodiversität erstellen
  • eigene Banner und Poster für Klimagerechtigkeit malen, mit denen wir gemeinsam zum Ökumenischen Gottesdienst um 17 Uhr auf dem Marktplatz in Karlsruhe pilgern.
17:00 Uhr: Ökumenischer Gottesdienst auf dem Marktplatz
19.30 Uhr: Workshop in den Räumen der IHK (Lammstr. 13-17, Karlsruhe) zur Multireligiöse Zusammenarbeit für Klimagerechtigkeit (Was heißt Klimagerechtigkeit? Wofür setzen wir uns als Menschen des Glaubens ein? Wie gelingt multireligiöse Zusammenarbeit?)
Teilnehmende:
  • Rev. Fletcher Harper, Direktor von GreenFaith, New York, USA
  • Prof. Dr. Elisabeth Naurath, Vorsitzende von Religions for Peace in Deutschland, Nürnberg
  • Rev. Neddy Astudillo, GreenFaith Koordinatorin für Latein-Amerika, Venezuela/USA
  • Ms Meryne Warah, Globale Koordinatorin der GreenFaith Circles, Nairobi, Kenya
  • Dr. Martin Kopp, GreenFaith Koordinator für frankophone Länder, Straßburg, Frankreich
Moderation:
  • Caroline Bader, GreenFaith Koordinatorin in Deutschland
  • Feride Funda G.-Gençaslan, Vorsitzende des Sufi-Zentrum Rabbaniyya, Europäisches Zentrum für Sufismus & Interreligiöse Begegnungen e.V.

Abendgebet im Stadtkloster am 31.8.

Bereits am 31. 8.22 steht das Abendgebet im Stadtkloster unter dem Thema der Klimagerechtigkeit. Im Anschluss findet eine Begegnung mit den Delegierten von greenfaith u.a. aus den Vereinigten Staaten, Venezuela, Frankreich, Kenia statt.
 

Umkehr jetzt, weil uns die Erde heilig ist!

Zehntausende Menschen gingen am 25.3.22 in 300 Städten in Deutschland für  Klimagerechtigkeit auf die Straße, in Karlsruhe beteiligten sich ca. 2000 Menschen am globalen Klimastreik.
Mit einer kleinen Gruppe war auch das Stadtkloster vertreten. Das Gebot der Stunde ist „Umkehr jetzt“, damit die Erde „enkeltauglich“ bleibt. Allein mit „Umkehr jetzt“ antworten wir angemessen auf den „Schrei der Armen und der Erde“ (Papst Franziskus), unserer gemeinsamen Mutter, die uns Gott gegeben hat, dass wir sie behüten und pflegen, damit für uns und für die Menschen, die nach uns kommen, ein „gutes Leben“ (buen vivir) möglich ist. Weil die Erde von Gott gegeben ist und weil sie unsere Lebensgrundlage ist, deshalb ist sie uns heilig und deshalb dürfen Kriege und Ausbeutung ihrer Ressourcen sie nicht zerstören. 

Quelle: Anton Stadlmeier

Alleine können wir die Welt nicht retten, nur gemeinsam mit anderen. Nur wenn sich Menschen unterschiedlichster Herkunft und Weltanschauungen zusammentun für Klimagerechtigkeit, hat diese Erde die Chance Lebensgrundlage für uns Menschen zu bleiben. 
Klimastreiks, wie sie von fridays for future organisiert werden, sind ein Zeichen der Hoffnung, dass all den Analysen endlich Handlungen folgen.